Atmen Strand

Helmut ist Geschäftsführer eines 500 Mitarbeiter-Unternehmens und wäre sicher nicht zu mir gekommen, wäre ich nicht von mehreren Mitarbeitern empfohlen worden. Er ist ein Self-Made Typ, der es mit harter Arbeit nach oben geschafft hat. 6 Tage-Woche, eiserne Disziplin und 100 Prozent Einsatz sind für ihn normal. Er ist erschöpft, aber er schläft nicht gut. Deshalb sitzt er mir nun gegenüber. Er ist sich aber nicht ganz sicher, ob er am richtigen Platz ist.

Als ich ihm erkläre, dass wir bei seiner Atmung ansetzen, ist er nicht begeistert. Unser Gespräch ging ungefähr so:
„Ich bin ja eigentlich da, weil ich besser schlafen will, nicht weil ich lernen möchte, mich auf meinen Atem zu konzentrieren“.

„Vertrauen Sie mir, das ist für Sie der schnellste Weg, in einen entspannten Zustand zu kommen.“ „Naja, ok, wenn Sie es sagen.“

Nach dem er die Übung ein paar Minuten versucht, ändert sich seine Laune.

„Ja, Herr Wolff, Sie haben recht, ich kann gleich spüren, wie ich ruhiger werde, unglaublich, das hätte ich nie gedacht!“

Bei unserem nächsten Treffen nach zwei Wochen hat er die Übung schon fix in seine Morgenroutine eingebaut. Eigentlich war die Atemübung überhaupt der Beginn seiner Morgenroutine, die sich im Lauf der nächsten Monate noch auf Sport und ein ruhiges Frühstück mit seiner Frau ausweitet. Auch am Weg zu wichtigen Auswärtsterminen oder vor Meetings nimmt er sich inzwischen 5 Minuten Zeit, zu atmen.

Sein Schlaf ist besser geworden und Helmut hat bemerkt, dass er insgesamt viel ruhiger geworden ist. Auch von seinen Mitarbeiter:innen bekommt er öfter das Feedback, dass er sich verändert hat.

Seine Frau freut sich darüber, dass er in der Freizeit entspannter ist und schneller abschalten kann.

Die Atmung ist die einzige Körperfunktion, die wir bewusst steuern können. Sie wirkt sich direkt auf unser Nervensystem aus und damit, wie wir auf Stress reagieren. Im Prinzip kann man sagen, je langsamer und tiefer wir atmen, umso ruhiger werden wir. Die Ausatmung stärkt unseren Parasympathikus, also den Teil des Nervensystems, der für die Entspannung verantwortlich ist. Atmen wir schnell und flach, aktiveren wir unseren „Fight or Flight“-Modus.

So steuern wir mit der Atmung direkt unser Stress-Level. Wir sind ruhiger, schlafen tiefer und können uns besser konzentrieren.

Oft sind es die einfachsten Lösungen, die am besten wirken. Vielleicht hast du dir auch schon einmal ein simples Tool gewünscht, mit dem du im hektischen Alltag schnell herunterkommen kannst.

So geht es:

Sitze bequem mit geradem Rücken und schließe deine Augen.

Deine Füße sind flach am Boden, wenn es bequem ist, sitze im Schneidersitz.

Beginne, deine Ein- und Ausatmung zu beobachten. Das kannst du über die Bewegung deines Bauches machen oder indem du den Luftzug an deinen Nasenflügel spürst.

Nach ein bis zwei Minuten beginnst du, beim Einatmen mental bis vier zu zählen und beim Ausatmen ebenso bis vier zu zählen.

Einatmen – 1 – 2 – 3 – 4  

Ausatmen – 1 – 2 – 3 – 4

Bleibe drei Minuten dabei, wenn du möchtest, kannst du nach dem Einatmen und nach dem Ausatmen eine kurze Pause machen, in der du die Luft anhältst. Es soll sich immer angenehm anfühlen. Natürlich kannst du diese Übung auch länger machen.

Einatmen – 1 – 2 – 3 – 4  

Pause

Ausatmen – 1 – 2 – 3 – 4
Pause

Wir wünschen dir gutes Gelingen!

Ich will einen unverbindlichen Coaching – Call vereinbaren!

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